Johann Wilhelm Mangold

Der Komponist Johann Wilhelm Mangold ist heutzutage ein eher
unbekannter Name auf den Konzertprogrammen. Seinerzeit war er jedoch
eine wohl etablierte Persönlichkeit der deutschen Musiklandschaft.
Mangold war Darmstädter und wurde 1796 in eine Musikerfamilie hineingeboren.
Als Violinist wurde er Mitglied der Hofkapelle und brachte es
später, wie schon sein Vater Georg, bis zum Hofkapellmeister.
Bruder Carl Ludwig Amadeus, auch Carl Armand genannt, gelangte
ebenfalls als Komponist zu einiger Bekanntheit.

Mangold komponierte neben einigen Opern, Schauspiel- und Festmusiken
auch eine Menge Kammermusik, welche gelegentlich auch das
Waldhorn mit solistischen Aufgaben betraut. Auch wenn es seinerzeit schon
Ventilhörner gab, und in den Partituren keine Anmerkungen dazu zu finden sind, hatte Mangold diese Hornpartieen ganz offensichlich für das Naturhorn vorgesehen.
Solche Stücke, vermutlich als Salonmusik gedacht, geben uns heute interessante und wertvolle Einblicke in die damalige Musikwelt und die Behandung des Hornes im frühen 19. Jahrhundert.

Stilistisch liegt Mangolds Musik zwischen Schubert und Weber. Auch Meyerebeer’sche Anklänge sind zu erkennen. Er schrieb melodisch, geradlinig und harmonisch konventionell aber interessant. Satz und Basslinie sind sehr sauber ausgearbeitet.

Edition Maulwurf startet zunächst mit diesen beiden Kompositionen
J.W. Mangolds:
Serenada für 4 Hörner und Fagott (1845)
9 Stücke für Horn und Pianoforte (um 1854)
Hiervon können beim Blechbläsersortiment Köbl auch Druckausgaben erworben werden.
Demo-Aufnahmen und weitere Stücke, auch von Carl Armand, werden nach und nach folgen. Es lohnt sich also, immer mal wieder hereinzuschauen…