Einführung in die Harmonielehre

Wie entstehen die Harmonien in einem Musikstück? Wie kommt man bei einer Melodie oder Basslinie auf die passenden Akkorde?

Dieser Beitrag möchte eine Möglichkeit aufzeigen, sich diesem Thema zu nähern.
Dabei soll es ausschliesslich um traditionelle, tonale Musik gehen. Die hier dargestellten Zusammenhänge sind als aus einer existierenden Musikpraxis extrahiert zu verstehen und weniger als Grundlage zur Entstehung dieser.

Teil 1: Vorbetrachtungen

1. Wir nehmen die Oktave als strukturgebenden Raum an, welcher diatonisch, also mit Ganz- und Halbtonschritten, aufgefüllt ist. Der Einfachheit halber orientieren wir uns an der Dur-Tonleiter.

In diesem Beispiel befinden wir uns in C-Dur und sehen die Tonleiter als den verfügbaren Tonvorrat an. Der erste und letzte Ton ist jeweils der Grundton.

2. Jeder Ton wird numeriert, wir verwenden römische Ziffern.

Es entstehen acht Stufen.

3. Auf jeder Stufe wird ein Dreiklang in Grundstellung  gebildet, das sind zwei Terzen übereinander geschichtet. Wir können dafür nur die leitereigenen Töne verwenden.

Es entstehen die Stufendreiklänge, welche unterschiedlich sind, aber in gewissen Zusammenhängen zueinander stehen.
Stufe I und VIII sind um eine Oktave versetzt, aber sonst gleich. Es handelt sich um die tonale Grundstufe, also Basis der Tonart.
Die Stufen II bis VII haben ebenfalls bestimmte Eigenschaften, die wir im Folgenden herausbekommen wollen.

Teil 2: Parallele Dreiklänge

Ein paralleler Dreiklang ist eine Kleinterz-Verwandtschaft mit 2 gleichen Tönen.

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Teil 3: Eigenschaften der Stufen

Wie bereits erwähnt, bildet die I. (und VIII.) Stufe die tonale Basis der Tonart.
Die Eigenschaften der anderen Stufen sind nun in Bezug auf diese Basis zu betrachten. Dafür muss man sich die Dreiklänge nacheinander anhören.

Daraus ergeben sich schon einmal folgende Kombinationen der Stufen:
I – IV – I
I – V – I
I – IV – V – I
I – VII – I
I – IV – VII – I
I – V – VII – I
I – IV – V – VII – I
Das Grundprinzip ist dabei immer:
ausgehend vom Grundzustand wird eine harmonische Spannung aufgebaut, welche letztendlich aufgelöst wird, vorher aber verstärkt werden kann.

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Teil 4: Die Kombination der Stufen


In Teil 3 haben wir ein paar einfache harmonische Grundstrukturen kennengelernt. Diese können für sich als abgeschlossene Einheit stehen, aber auch miteinander kombiniert werden und somit eine längere Einheit bilden.

Ein Beispiel:
I-IV-I – I-V-I – I-VI-V-I

Die Stufe I muss dabei zwischendurch nicht unbedingt wiederholt werden.
Das konnte man schon bei dem Lied „Alle Vögel sind schon da“ sehen.
Dort hiess es:
I-I-IV-I-VII-I-V-I

Eine in sich abgeschlossene, harmonische Einheit nennt man: Kadenz.
Das Grundmodell, welches einem in der Musik besonders häufig begegnet, lautet:
I-IV-V-I

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Teil 5: Eine Kadenz mit Parallelen

In Teil 4 haben wir durch Kombination der Stufen I, IV, V, und VII harmonische Einheiten, genannt: Kadenzen gebildet.

Nun kommen die parallelen Dreiklänge hinzu.
Wir haben gelernt:
Stufe II ist die Parallele zu Stufe IV
Stufe III ist die Parallele zu Stufe V
Stufe VI ist die Parallele zu Stufe I bzw. VIII

Die Parallelen werden zunächst einmal als Stellvertreter ihrer Ausgangsdreiklänge verwendet, sind aber auch in Kombination
mit diesen möglich.
Ein Beispiel:
I – II – V – I

oder I – IV – II – V – I

 

Es ist zu beachten: die Kombination V-III-I klingt in einer Dur-Kadenz meist nicht überzeugend und sollte lieber als III-V-I verwendet werden.

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Teil 6: Kennzeichnung der Umkehrungen


Jeder der bekannten Stufendreiklänge kann in den drei Stellungen vorkommen:
Grundstellung, 1. Umkehrung und 2. Umkehrung.
Alternative Bezeichnungen:
Terz-Quint-Akkord, Sext-Akkord, Quart-Sext-Akkord.
Um dies zu kennzeichnen, verwendet man eine Ziffer unter der Stufe für den tiefsten Ton, denn wie wir bei der farbigen Darstellung oben sehen können, bestimmt die Stellung eines Dreiklanges, welcher Ton unten liegt.
3 steht für die Terz, 5 für die Quinte. Keine Ziffer bedeutet Grundstellung.

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Teil 7: Der vierstimmige Satz

Der vierstimmige Satz erweitert unsere Dreiklänge um einen zusätzlichen Ton.
Er ist das Standardmittel der Musiktheorie.


Die Notation des vierstimmigen Satzes erfolgt in der Regel in zwei Zeilen, wobei die obere im Violinschlüssel und die untere im Bassschlüssel steht.
Wir können hier zwei Schreibweisen wählen. Im engen Satz stehen in
der oberen Zeile drei Noten, in der unteren nur eine. Beim Choralsatz schreibt man je zwei Noten in eine Zeile. Das Beispiel zeigt das Kadenz-Grundmodell in C-Dur.


Die Position jeder der Töne wird nach den vier Hauptstimmlagen der menschlichen Gesangsstimme benannt:
Sopran – Alt – Tenor – Bass (Abkürzung S – A – T – B)

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Sehr wichtig: die Stellung wird durch den Basston definiert.
Grundton im Bass = Grundstellung
Terz im Bass = Sextakkord bzw. 1. Umkehrung
Quinte im Bass = Quart-Sextakkord bzw. 2. Umkehrung

Teil 8: Die Lagen

Um die Verwirrung komplett zu machen, kommen nun zu den Umkehrungen
die sogenannten Lagen, die durch den obersten Ton bestimmt werden.

Bei der Oktavlage liegt der Grundton oben.
Bei der Quintlage liegt die Quinte oben.
Bei der Terzlage liegt die Terz oben.

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Teil 9: Zusätzliche Töne

Bei einigen Stufen der einfachen Kadenz kann man den Dreiklang durch einen zusätzlichen Ton erweitern. Dies muss ein leitereigener Ton sein, er muss also in der Tonleiter der Grundtonart vorkommen.


Der erste wichtige Akkord mit einem zusätzlichen Ton ist
auf der vierten Stufe. Diesem Dreiklang kann man eine Sexte hinzufügen.
Der Akkord kommt auch in einer Form ohne Quinte vor.
Man muss dann aus dem Zusammenhang erkennen,
dass es sich um die vierte und nicht um die zweite Stufe handelt.

Im Zusammenhang kann dies so aussehen:

Desweiteren fügt man häufig der fünften Stufe eine Septime hinzu.

Wie man sieht, entspricht dies einer Kombination der
fünften mit der siebten Stufe. Daher unterscheidet
man später nicht mehr zwischen V und VII.

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Teil 10: Einfache Stimmführungsregeln

Um einen gut klingenden, ausgewogenen vierstimmigen Satz zu schreiben, ist die Beachtung bestimmter Regeln für die Fortschreitung der einzelnen Stimmen hilfreich.

Einige wichtige Grundregeln lauten:
-Gleiche Töne bleiben liegen.
-Grosse Sprünge, besonders schwer spielbare bzw. singbare, sind sehr sparsam zu verwenden.
-Der kürzeste Weg wird bevorzugt.
-Das Fortschreiten zweier oder mehrerer Stimmen im Quintabstand ist zu vermeiden. Diese soganannten Quintparallelen verschlechtern die Wirkung des Satzes. Gleiches gilt auch für die Stimmfortschreitung im Oktavabstand (Oktavparallele). Am Besten vermeidet man diese unerwünschten Quint- und Oktavparallelen durch die Gegenbewegung der Stimmen.

-Stimmkreuzungen, das heisst das Über- oder Unterschreiten der nächst-höheren bzw. nächst-tieferen Stimme, nur sehr sparsam oder gar nicht verwenden.
-Muss ein Ton verdoppelt werden, wird der Grundton bevorzugt. Geht dies nicht, verdoppelt man die Quinte. Nur in seltenen Fällen, wenn andere Stimmführungregeln dies erfordern, wird die Terz verdoppelt.
Die Verdopplung der Terz in den Aussenstimmen sollte jedoch ganz vermieden werden.
-Muss ein Ton weggelassen werden, so bietet sich als erstes die Quinte an.

– Wird die Stufe V mit einer Septime verwendet, so wird diese schrittweise nach unten aufgelöst in die Terz des folgenden Akkordes.
– Der siebte Ton der Dur-Tonleiter wird Leitton genannt. Er ist kommt als Terz der V. Stufe vor und schreitet im Halbtonschritt nach oben weiter.

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Der Maulwurf – Tier des Jahres 2020

Die Deutsche Wildtierstiftung hat den Maulwurf zum Tier des Jahres 2020 gekürt! Grund genug für uns, dieses faszinierende Tier und Namengeber dieser Edition zu feiern.
In Jedem Quartal dieses Jahres werden wir dem Maulwurf eine besondere Notenausgabe widmen. Sein und bleiben Sie gespannt!

Schauen Sie sich auf den Seiten der Wildtierstifung um und informieren Sie sich über den Maulwurf, der sich ebenso unermüdlich durch das Erdreich wie durch unsere Notenblätter wühlt.
->  Link: Tier des Jahres

Carnaval du Cor

Alljährlich finden sich Hornbegeisterte (Laien, Experten, Studenten, Profis und alles, was Rang und Namen hat) in Süddeutschland für ein paar Tage zusammen, um ihre Aufmerksamkeit voll diesem ganz besonderen Instrument zu widmen.

Vom 21. bis 25. Februar 2020 findet die 27. Ausgabe des »Carnaval du Cor« in Pullach bei München statt. Europas größtes Hornfestival wartet, passend zur Nummer der Ausgabe, mit 27 Dozentinnen und Dozenten der Extraklasse auf, darunter z. B. Radek Baborák (special guest), Prof. Thomas Hauschild, Prof. Mahir Kalmik, Prof. Ab Koster, Andreas Kreuzhuber (jüngster Solohornist in

Simon Mayr

Der deutsche Komponist Johann Simon Mayr (1763-1845) ist einer der zu unrecht vergessenen Meister, ausser in Italien, wo er den grössten Teil seines Lebens verbrachte und sehr erfolgreich und berühmt wurde.
Er schrieb etliche Opern, Sinfonien und eine grosse Anzahl von Kammermusik.
Auf dem Gebiet der geistlichen Musik war Mayr sogar noch produktiver.
Den dramatischen, theatralischen Stil seiner Bühnenwerke übertrug er dabei in die Kirchenkompositionen, von denen viele ein obligates, also solistisches
Instrument neben den Gesangsstimmen vorsehen.
Die in Satz und Instrumentation ausserordendlich sauber gearbeiteten (dies steht ganz im Gegensatz zu seiner Handschrift, die teils schwer zu entziffern ist) und von gefälligen Melodien geprägten Stücke machen es schwer zu verstehen, dass der Name Simon Mayr in seinem Heimatland kaum Erwähnung findet.

Edition Maulwurf präsentiert daher eine Reihe von Mayr’s Kompositionen, um zu helfen, sie einem breiteren Publikum wieder zugänglich zu machen.

Bisher erschienen sind in dieser Reihe:
Gloria Patri in F für Sopran, Corno obligato, Oboe obligato und Streicher
Nisi Dominus für Bass, Chor SATB, Flöte, Oboe,
Klarinette, 2 Hörner und Streicher
Gloria Patri in Es für Alt Solo, Chor SATB,
2 Flöten, 2 Oboen, 2 Fagotte
2 Hörner (1.= obligato)
Sicut erat für Chor und Orchester
Goria Patri bearbeitet für Horn, Sopran und Orgel
Sextett Nr.1 für Oboe, 2 Klarinetten, Horn und 2 Fagotte
Sextett Nr.2 für Klarinette, 2 Hörner, 2 Violen und Fagott
Sextett Nr.3 für Oboe, 2 Hörner, 2 Violen und Fagott
Sextett Nr.4 für 2 Klarinetten, Bassetthorn, 2 Hörner und Fagott
Sextett Nr.5 für 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte

Edition Maulwurf – Auf Reisen

Im letzten Jahr bin ich einmal um den Globus gereist, und die Edition Maulwurf war mit dabei! Die folgende kleine Fotogalerie – mit der Maulwurf-Visitenkarte vor bekannten Motiven aus aller Welt – beweist es:

Den genauen Reiseweg und viele weitere Fotos kann man unter
https://tourfoto.wordpress.com/
nachsehen.


Johann Wilhelm Mangold

Der Komponist Johann Wilhelm Mangold ist heutzutage ein eher
unbekannter Name auf den Konzertprogrammen. Seinerzeit war er jedoch
eine wohl etablierte Persönlichkeit der deutschen Musiklandschaft.
Mangold war Darmstädter und wurde 1796 in eine Musikerfamilie hineingeboren.
Als Violinist wurde er Mitglied der Hofkapelle und brachte es
später, wie schon sein Vater Georg, bis zum Hofkapellmeister.
Bruder Carl Ludwig Amadeus, auch Carl Armand genannt, gelangte
ebenfalls als Komponist zu einiger Bekanntheit.

Mangold komponierte neben einigen Opern, Schauspiel- und Festmusiken
auch eine Menge Kammermusik, welche gelegentlich auch das
Waldhorn mit solistischen Aufgaben betraut. Auch wenn es seinerzeit schon
Ventilhörner gab, und in den Partituren keine Anmerkungen dazu zu finden sind, hatte Mangold diese Hornpartieen ganz offensichlich für das Naturhorn vorgesehen.
Solche Stücke, vermutlich als Salonmusik gedacht, geben uns heute interessante und wertvolle Einblicke in die damalige Musikwelt und die Behandung des Hornes im frühen 19. Jahrhundert.

Stilistisch liegt Mangolds Musik zwischen Schubert und Weber. Auch Meyerebeer’sche Anklänge sind zu erkennen. Er schrieb melodisch, geradlinig und harmonisch konventionell aber interessant. Satz und Basslinie sind sehr sauber ausgearbeitet.

Edition Maulwurf startet zunächst mit diesen beiden Kompositionen
J.W. Mangolds:
Serenada für 4 Hörner und Fagott (1845)
9 Stücke für Horn und Pianoforte (um 1854)
Hiervon können beim Blechbläsersortiment Köbl auch Druckausgaben erworben werden.
Demo-Aufnahmen und weitere Stücke, auch von Carl Armand, werden nach und nach folgen. Es lohnt sich also, immer mal wieder hereinzuschauen…

Neue Kategorien

Um auch hier dem Bedarf nach neuen Noten gerecht zu werden, bietet Edition Maulwurf nun auch Stücke in den Instrumentalkategorien Noten für Bläsertrio und Noten für Horn und Klavier an.

Musik für Bläsertrio finden Sie als Unterkategorie bei Noten für Bläserensemble.
Wir starten mit den 3 Stücken:
– Telemann: Rondeau für Oboe, Klarinette und Fagott
Stölzel: Dominica Laetare für Oboe, Klarinette und Fagott
– Heinichen: Sonata für Flöte, Klarinette und Fagott

Noten für Horn und Klavier enthält aktuell 2 Stücke:
– Die schon von anderer Stelle bekannten Souvenirs de Bayreuth von G. Fauré und A. Messager
– Sowie 9 Stücke für Horn und Pianoforte, welche J.W. Mangold um das Jahr 1852 komponierte.

Musik für Klarinettenquartett

Die neuesten drei Stücke sind allesamt für Klarinettenquartett,
in der Besetzung: 2 Klarinetten (B), Bassetthorn (F), Bassklarinette (B).

1. Christoph Willibald Gluck:
Tanz der seligen Geister aus der Oper „Orphee ed Euridice“

2. Camille Saint-Saëns:
Bagatelle Op.3 Nr.4

3. Jean-Phillipe Rameau
9 – teilige Suite
zusammengestellt aus Stücken der Oper „Platée“:
– Passepied 1, Passepied 2
– Menuett 1, Menuett 2
– Air 1, Air 2
– Marche pour la Danse
– Entrée
– Musette
– Passepied 1, Passepied 2
– Rigaudon 1, Rigaudon 2
– Tambourin 1, Tambourin 2.

 

neues für Hornquartett und Telemann

Neue Stücke für Hornquartett:

-H. Lehmann: Quartett für 4 Hörner in unterschiedlichen Stimmungen (ca.1800)
-H. Lehmann: Choral „Wer nur den lieben Gott lässt machen“ für 4 Hörner (ca.1800)
-H. Henkel: Quartett für 4 F-Hörner Op.33 (ca.1830)

Demnächst folgt mit J.G. Abeltshausers 12 Quartetten ein weiteres Originalwerk für Hornquartett.

Ausserdem gibt es vier neue Stücke bei Edition Telemann:
Concerto in D TWV54:D3 (3 Clarini, Tympani, 2 Oboe, Violini, Viola, Basso)
Concerto in D TWV51:D1 (Flauto traverso, Violini, Viola, Cembalo)
Concerto in D TWV51:D2 (Flauto traverso, Violini, Viola, Cembalo)
Concerto in c TWV51:c1 (Oboe, Violini, Viola, Basso)

neue Stücke

Zwei neue Stücke sind ab sofort online:

7 Märsche, eingerichtet für Blechbläserquintett

Clément Loret: Marche Nuptiale
Bearbeitung für Blechbläserquintett

Ebenfalls sind nun direkt bei Edition Maulwurf erhältlich:
Beethoven Sinfonie Nr.5, 1.Satz
Bearbeitung für 10 Hörner

Wagner Tannhäuser Medley Teil 1
Bearbeitung für 6 Hörner

Wagner Tannhäuser Medley Teil 2
Bearbeitung für 6 Hörner

Wagner Einzug der Gäste
Bearbeitung für 6 Hörner

Tonbeispiele und Neues für Nonett

Jeweils ein neues Tonbeispiel wurde hinzugefügt zu:
A. Bruckner: Ecce Sacerdos für Hornensemble
A. Bruckner: Tantum Ergo für Hornquintett
G. Bizet: Carmen für Hornensemble
J. Strauss: Fledermaus-Ouvertüre für Nonett
F. Mendelssohn-Bartholdy: Scherzo für Nonett

Für Nonett ist ab sofort erhältlich:
5 Militärmärsche von Ludwig van Beethoven
1. Marsch in B-Dur (WoO29), Aufführungsdauer: ca. 1:10 min.
2. Marsch für Militärmusik in F-Dur (WoO18, 1809), Aufführungsdauer: ca. 1:30 min.
3. Marsch für Militärmusik in F-Dur (WoO19, 1810), Aufführungsdauer: ca. 2:00 min.
4. Marsch (Zapfenstreich) für Militärmusik in C-Dur (WoO20, 1809), Aufführungsdauer: ca. 3:20 min.
5. „Militair-Marsch“ in D-Dur (WoO24, 1816), Aufführungsdauer: ca. 4:30 min.

Oper und Hornensemble

Das Motto der Hornweek 2017 in Maastricht lautet: Hornensemble und Oper.
Professor Will Sanders hat hierfür einige neue Arrangements in Auftrag gegeben:

Der Freischütz für Hornensemble
4 Bearbeitungen für 14 Hörner
01.
Ouvertüre
02. Terzett
03. Cavatine
04. Jägerchor

Fidelio für Hornoktett
3 Bearbeitungen für 8 Hörner
01. Ouvertüre
02. Arie
03. Recitativ und Arie

Duett aus „Rigoletto“: „Si, Vendetta“ für 12 Hörner

Don Carlo für Hornensemble
6 Bearbeitungen für 12+4 Hörner
01.
Introduction, Coro di cacciatori
02. Scene und Duett
03. Preludio
04. Scene und Arie
05. Arie „Per me giunto“
06. Finale

Carmen für Hornensemble
6 Bearbeitungen für 10 Hörner
01.
Prelude
02. Habanera
03. Prelude 2.Akt
04. Toreador Arie
05. Air
06. Finale

Alle Stücke, ausser die Ouvertüren und Preludes, können sowohl mit Solosängern als auch mit Hörnern allein gespielt werden.

Canzonen von Gabrieli

Aus dem Notendruck „Sacrae Symphoniae“ von 1597 stammen
die 6 doppelchörigen Canzonen à8 Stimmen von Giovanni Gabrieli.

Unsere Ausgabe bietet zum einen je eine Partitur mit originalen Notenschlüsseln und in moderner Schreibweise. Ausserdem sind alle Einzelstimmen in verschiedenen Transpositionen und Schlüsseln enthalten, so dass man sich die Besetzung der Stücke mit vielen verschiedenen Instrumenten selbst zusammenstellen kann.
Das macht diese Noten z.B. interessant für Bläserkreise, Kantoreien, Musikvereine, Posaunenchöre und -eine Aufführung mit authentischem Instrumentarium ist natürlich ebenfalls möglich- für Ensembles Alter Musik.

>Hier ist eine Auflistung der Stimmen inkl. möglicher Besetzung.<

Edition Telemann

Georg Philipp Telemann (1681-1767) gehört zu den bekanntesten Komponistennamen, wird aber häufig als ein weniger bedeutender Meister irgendwo hinter Händel, Bach und Buxtehude betrachtet. Zu lebzeiten war Telemann jedoch eine echte Berühmtheit, dessen melodischer Stil bei seinen
Zeitgenossen ausgesprochen populär war, und ihm nicht nur zu Reichtum, sondern auch zu einem der damals wichtigsten musikalischen Ämter verhalf.
Telemann beeinflusste andere Komponisten massgeblich, auch Bach schätzte ihn (der ihm bei der Wahl des Thomaskantors vorgezogen wurde, aber ablehnte) so sehr, dass er etliche Kantaten Telemanns kopierte und selbst aufführte.

Wer sich mit den Werken Telemanns näher beschäftigt, ahnt, woher die ungemeine Wertschätzung für diesen Komponisten kam, und kann sehen, dass es sich dabei nicht einfach um einen gefälligen Vielschreiber handelte, sondern um ein musikalisches Genie ersten Ranges.

Einen kleinen Beitrag hierzu möchte die Edition Telemann leisten.
Sie bietet Notenausgaben in Partitur und Stimmen ausgewählter Stücke
G.F. Telemanns in verschiederen Besetzungen. Die Noten sind kostenlos erhältlich. Die Edition startet mit 34 Titeln und wird laufend erweitert – es lohnt sich also, immer wieder mal reinzuschauen.
Telemann Unterschrift 01

Horn und Orgel

Das Horn ist ein, wenn auch schwer zu handhabendes, akustisch und optisch äusserst eindrucksvolles und beliebtes Solo-Instrument. Dennoch ist die Kombination Horn und Orgel, obwohl klanglich sehr reizvoll, bei weitem nicht so präsent wie Horn mit (und im) Orchester oder mit Klavierbegleitung. Die Auswahl an geeigneten Stücken ist so auch recht übersichtlich.
Deshalb neu bei Edition Maulwurf:

16 mittel-schwere Solostücke für Horn mit Orgelbegleitung
aus den Epochen Barock, Klassik und Romantik.
Matthias Pflaum und Wilhelm Junker haben einige Titel als Demo-Aufnahmen eingespielt. Hier anhören und Beipielseiten ansehen:
Spielbuch für Horn und Orgel

11 kurze Tipps zum Arrangieren

Unabhängig vom Musikstil gibt es im Wesentlichen zwei Arten, ein Stück zu Arrangieren:

A) Erfinden einer eigenen Fassung unter Verwendung vorgegebenen Materials, zB. einer Melodie. Satz, Harmonik und Form werden dabei selbst neu erstellt. Dies lässt einem grosse künstlerische Freiheit. Kompositorisches Geschick ist hier ebenso gefragt wie gute Kenntnisse in Harmonie- und Satzlehre, um ein stimmiges Ganzes zu schaffen.

B) Umsetzung eines Stückes für eine andere Besetzung möglichst nah an der Vorlage, also eher ein Uminstrumentieren. Satz, Harmonik, Form und Anlage bleiben bestehen und werden für die neue Besetzung spielbar gemacht. Dies

Zu unrecht vergessene Komponisten

Zu ihrer Zeit berühmt, heute eher unbekannt: so erging es vielen verdienten Komponisten im Laufe der Geschichte. Wir heute leben in einer Zeit, in der etliche Musiker, Institutionen und Ensembles daran arbeiten, vergessene Werke wiederzuendecken, aufzuführen, herauszugeben und einzuspielen.
In weiten Teilen vernetzte und digitalisierte Notenarchive machen dies heute etwas einfacher als noch vor 20 Jahren. Am Schattendasein vieler Namen, trotz der Wiederentdeckung einiger echter Meisterwerke, ändert dies dennoch erstaunlich wenig. Die „vergessenen“ haben es schwer, Gehöhr zu finden, geschweige denn einen dauerhaften Platz neben den im Konzertbetrieb etablierten Komponisten zu behaupten.

Sicher gibt es auch sie, die kleinen, „zu recht vergessenen Meister“, die solide und auch gefällige Gebrauchsmusiken und Gelegenheitswerke schufen, welche jedoch in Originalität und Bedeutung nicht soweit hervorstechen (gelegentlich lassen sich aber auch hier kleine „Perlen“ finden!), als dass sie einem zu recht als köstliche Rarität vorgelegt werden.